Samstag, 9. August 2014

Surfen auf Fuerteventura


Jetzt war ich ein Jahr abwesend hier, aber dafür umso mehr unterwegs. Reisen ist meine größte Leidenschaft und immer wenn ich kann muss ich einfach in ein Flugzeug steigen um neue Länder, Orte und Kulturen zu entdecken. Hier gibt es erstmal Stück für Stück eine kleine Zusammenfassung was ich im letzten Jahr alles erlebt und bereist habe. Letzes Jahr im September hatte ich noch einige Tage Urlaub über, in Deutschland regnet es in Strömen, aber niemand von meinen Freunden hatte Zeit. Also beschloss ich spontan 1 Woche Surfurlaub auf Fuerteventura zu machen. Ich meldete mich also im Surfcamp Fresh Surf El Cotillo an, besonders gut gefiel mir hier, dass dort auch Yoga und reiten angeboten wurde. Da im Surfcamp selbst schon alle Zimmer ausgebucht waren, kam ich im nahegelegenen kleinen Surfhotel Soulsurfer Hotel unter. Worüber ich im Nachhinein auch echt froh war, denn ich fühlte mich sehr wohl dort. Die Besitzer waren total nett, alles war sehr persönlich und vor allem sehr sauber. Abendessen hatte ich im Surfcamp gebucht, wo ich mich abends dann immer mit den anderen Surfern trag, das Essen war auch sehr lecker, aber sonst fande ich es nicht so sauber in dem Camp.
 
 Der kleine Ort El Cotillo liegt im Nord-Westen der Insel. Es ist wirklich malerisch dort, tolle Strände, ein wunderschöner Hafen und eine bergige Mondlandschaft. Besonders grün ist die Insel Fuerteventura nicht, ich glaube man liebt die Insel oder man mag sie gar nicht. Mir gefällt die wilde Landschaft und dieses etwas raue aber sehr gut. Besonders gut finde ich, dass die Strände nie wirklich überfüllt sind, überhaupt ist El Cotillo sehr ruhig, abends kann man nicht besonders viel machen. Für eine Woche fande ich das aber mal sehr erholsam, da ich nach dem Surfen eh meistens abends sehr kaputt war, aber nach der Woche habe ich schon gemerkt, dass mir abends dann etwas langweilig wurde :)


Surfen ist ja eins meiner größten Hobbies und eigentlich dachte ich, dass ich nach diversen Surfurlauben und schon ganz gut darin wäre. Aber in El Cotillo hat es leider überhaupt nicht gut geklappt und ich kam mir vor wie der größte Anfänger. Die Bedingungen waren aber auch nicht ohne. Die Strömung dort ist unglaublich stark, so dass ich mich nicht mal getraut habe, zum Schwimmen tiefer ins Wasser zu gehen, obwohl ich für mein Leben gerne im Meer schwimme. Mit Surfboard war es natürlich noch extremer. Die Surfleher machten aber einen wirklich guten Job und erklärten uns sehr viel um halfen uns so gut es ging. Ich hatte immer nachmittags meine Surfstunden, was ich etwas schade fand, da man so irgendwie immer den ganzen Tag darauf wartete und die Bedingungen zum Surfen morgens auch grundsätzlich besser sind. Nachmittags brachen die Welle ganz vorne, fast schon im flachen Wasser, was etwas gefährlich war und ich mir auch ziemlich fies das Kinn aufschlug. Ich war dann froh, dass ich nur 3 Tage Surfen gebucht hatte. Die restlichen 2 Tage ging ich reiten. Ausreiten direkt an den Klippen, das hat richtig Spaß gemacht. Und es war auch ein toller Reiterhof, der nur misshandelte und fast verhungerte Pferde rettete und aufnahm und diese dann wieder aufpäppelte. Die Besitzer des Hofes waren auch sehr lieb und man merkte, dass ihr Herz an den Tieren hing und das es den Pferden dort gut ging. Das finde ich immer sehr wichtig. Nur schade, dass man, auch als Erfahrener Reiter nicht galloppieren durfte, das wäre noch das non plus Ultra gewesen, aber auch so war es sehr schön und auf jeden Fall ein Highlight des Urlaubs.

Die nächstgrößere Stadt, Corralejos, ist 45 Minuten Busfahrt entfernt und es gibt eine gute öffentlich Busverbindung. Deswegen machte ich einen Ausflug in diese schöne Stadt, wo es mir sehr gut gefiel. Hier ist etwas mehr Leben und ein wahres Shopping Paradies, mit allen tollen spanischen Läden, die man sich vorstellen kann. Auch die Strände dort und die Promenade sind wunderschön. Insgesamt war es also ein sehr gelungener und entspannter Urlaub und die Insel Fuerteventura ist auf jeden Fall immer eine Reise wert, es war mittlerweile schon mein 3. Besuch und es wird bestimmt nicht der letzte Zeit. Nur vom Surfcamp hätte ich mir etwas mehr versprochen. Ich kannte es von anderen Surfcamps, dass es immer gute Stimmung untereinander gab und man viele Leute kennenlernte. Hier war die Atmosphäre aber doch etwas kühl und ich fand auch die Besitzer nicht so sympatisch, was aber natürlich immer subjektiv ist.